stimmen aus der krise, stimmen gegen die krise

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Redaktion ◄

Corona. Wohl zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit betrifft eine Bedrohung alle. Weltweit. Trotzdem sind auch vor dem Virus nicht alle gleich. Gerade in Krisenzeiten wirken sich die sozialen, geographischen, politischen und persönlichen Unterschiede auf jede*n Einzelne*n aus. Das große Ziel, soviel Leid, Tod und Schaden wie möglich zu verhindern, wird jetzt, aber auch in Zukunft nur auf eine Weise funktionieren: solidarisch und im Austausch miteinander – über die persönlichen, sozialen und nationalen Grenzen hinweg, die nicht erst der Ausbruch des Virus geschlossen hat. Eines zeigt sich: Nie wurde soviel, so intensiv und auf so zahlreichen Kanälen kommuniziert wie jetzt.

Foto: Claudio Schwarz, Unsplash

Wir möchten nun diese vielschichtige Kommunikation dokumentieren: in einer losen, spontanen, Reihe, entstanden aus einer Situation, in der die Pole extremer Vereinzelung und einem einzigen gemeinsamen Ziel und Narrativ wie nie zuvor aufeinander treffen. Es ist ein Versuch, die unzähligen Stimmen, die persönlichen Erfahrungen und Lebenssituationen in Relation zur Krise hörbar, lesbar zu machen, diesem Zustand eines und viele Gesichter zu geben. Aus Zahlen, wieder, Menschen werden lassen. Leise Worte, die nicht durch Social Media Debatten dringen, starke Brückenschläge zwischen Fenstern und Städten, Momentaufnahmen, Reaktionen, Gedanken, Ängste, Hoffnungen, Verzweiflung, Analysen, Warnungen, Austausch, Verbindungen via Chat-Interviews, über Gartenzäune hinweg, Skypegespräche, Telefonate, Email-Wechsel, Balkonkommunikationen, Konferenzschaltungen, Fensterdebatten …

Diese Kommunikation ist eine Chance, für den Moment, aber auch für die Zukunft, denn es ist ein Austausch, der das Gegenteil von Distanz bedeutet und aus dem im besten Fall soziale Nähe und Verantwortung entstehen kann.


https://tatsachen.at/2020/03/29/stimmen-aus-der-krise-stimmen-gegen-die-krise/