Ausgabe #35 | 04/2010 (Jui/August)
Editorial
Konturen umschließen, grenzen ein und aus, geben Formen und definieren Inhalte. Machen Wahrnehmung möglich und Vermittlung, strukturieren unsere Umwelt und unser Denken. Der Blick für (ihre) Veränderbarkeit und (unsere) Definitionsmöglichkeiten wird viel zu oft verstellt, bzw. man lässt ihn verstellen, Passivität im Umgang mit Vorgefertigtem, Vorhandenem.
umrisse des s|ch|eins
Das Wesen der Kontur liegt in ihrer Scheinbarkeit. Sie tut so, als wäre Etwas so, wie es uns erscheint obwohl dieses Etwas tatsächlich nicht so ist. Das eigentlich Interessante daran ist aber, dass die Konturen trotz ihrer Scheinbarkeit nicht unbedingt einer Wirklichkeit entbehren. Ganz im Gegenteil. So wie uns etwas erscheint nehmen wir es für gewöhnlich für wahr, was sich wiederum unmittelbar auf unsere Lebensführung auswirkt.
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