Skip to content. Skip to navigation
Verein zur Förderung von Medienvielfalt und freier Berichterstattung

ausreißer - die grazer wandzeitung

Sections
You are here: Home Ausgaben Ausgaben #1-50 10 | Mai 06 kunst, sprache, freiheit in worte gefaßt
Navigation
Log in


Forgot your password?
 

ausgabe #10. textcollage.


kunst, sprache, freiheit in worte gefaßt

  

„Es ist nicht alles wirklich sinnlos“
Surrealistenspruch zitiert nach Wolfram Scheucher

„Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“
Wiener Sezession

„Wir üben keinerlei Zensur aus, denn wir leben ja in
einer Demokratie. Wir entscheiden lediglich, was man
der Masse vorsetzen kann und was nicht.“
Ein österreichischer Programmverantwortlicher

„Der ORF hat zwei brennende Probleme: das Niveau
des Programms sinkt und der politische Einfluss
steigt.“
Homepage www.sos-orf.at

 „Nichts hassen Politiker mehr als das Gefühl, dass an
einer Stelle, die für sie aus irgendeinem Grunde wichtig
sein könnte, einer sitzt, der in irgendeiner Form
unberechenbar ist. [...] Denn kritischer Journalismus
heißt in Wirklichkeit für sie: Feindbild. Na klar. Aus
ihrer Sicht logisch. Sie machen den Käse, und wir
bohren die Löcher hinein.“
Robert Hochner (zitiert von Armin Wolf)

„Die Sprache der Literatur wird, wie es die extreme
Rechte immer tut, von der brutalen Eindeutigkeit ihrer
inzwischen sattsam bekannten Aussprüche, die das
gesunde Volksempfinden hinter sich wissen oder
zu wissen glauben, sozusagen niedergeknüppelt.
Man kann sich nicht mehr mit Worten zwischen die
Macht und die Wirklichkeit schieben, da ist kein Platz
mehr für die Literatur. Ich habe es jetzt lange genug
versucht, aber jetzt, scheint mir, werden die letzten
Gatter geschlossen; man spricht davon, Kritik, Literatur
ganz besonders frei zu halten von den staatlichen
Machtmechanismen und weiß doch gar nicht, womit
man es überhaupt zu tun hat. Sie haben es auch gar
nicht nötig, sich damit zu beschäftigen.“
Elfriede Jelinek

 „Durchgesetzt hat sich, wie wir heute wissen, die
Freiheit des Marktes, garniert mit ein paar Ventilsitten.
Die neuen kosmopolitischen Loyalitäten basieren auf
Leistung, sie eignen sich daher besonders als Basis
der Elitenbildung, wo die Smarten und Schönen in die
herrschenden Schichten hineinrekrutiert werden.”
Hans Georg Zilian

„Nicht alle Kunst ist Unsinn, wie Wilde sagte, sondern
jeder Unsinn ist Kunst, das ist ihre Tragik. Sinnvolle
Kunst gibt es nicht, denn in dem Moment, in dem
ich ihren Sinn erfasse, hat sie keinen künstlerischen
Wert mehr für mich. Elitäre Kunst ist künstliche Kunst.
Sie wird von Künstlern gemacht, die den Glauben an
sich selbst verloren haben, daher benötigen sie den
Glauben des Publikums.“
Georg Kreisler

„Nichts das mittels Wörtern geschieht, geschieht
durch Wörter, sondern es geschieht durch eine Art,
Wörter zu verwenden.“
Ernst Jandl

„Ihr Worte, auf, mir nach!,
und sind wir auch schon weiter,
zu weit gegangen, geht's noch einmal
weiter, zu keinem Ende geht's.

Es hellt nicht auf.

Das Wort
wird doch nur
andre Worte nach sich ziehn,
Satz den Satz.
So möchte Welt,
endgültig,
sich aufdrängen,
schon gesagt sein.
Sagt sie nicht.

Worte, mir nach,
daß nicht endgültig wird
- nicht diese Wortbegier
und Spruch auf Widerspruch!
[...]”
Ingeborg Bachmann

„Denken ohne Geländer”
Hannah Arendt

« March 2019 »
Su Mo Tu We Th Fr Sa
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31
 

Powered by Plone, the Open Source Content Management System