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ausgabe #81. prosa. valerie-therese taus

let me blow your mind-medley

Please Don‘t Stop The Music!


Wo spielt die Musik?
Hier spielt die Musi! Weder da, noch dort oder irgendwie, irgendwo, irgendwann. Gabi hat Pause, wird auf Mute geschaltet, soll (sich) ein Blatt vor den Mund nehmen. Bitte sei bloß kein Rebel Rebel. I Want to Break Free ist mittlerweile mehr als ausgelutscht, da muss mal eine neue Songzeile herhalten. Heutzutage braucht das Publikum Lyrics, die prägnanter und eingängiger sind, bei denen nicht um den heißen Brei geredet wird. So etwas wie: Ich Muss Gar Nichts oder Das Geld Muss Weg. Da versteht jeder sofort, was Sache ist.

Ich hab zwar noch immer mindestens 21 Questions, aber stimmen wir uns zum Auftakt auf die Playlist ein: 3, 4 And I Will Always... Geh bitte Kohlhauser, hoit die Goschn, trällert DJ Mischkonsum und leckt seine Stimmgabel ab. Mhh Smells Like Teen Spirit und schmeckt nach Kiss From A Rose. Dann eben With Or Without You, ʹcause I Don‘t Need a Man. Shuffle mode on!

Wo ist eigentlich der nächste Candy Shop?
Ich glaub‘, ich brauch mal nen Lollipop oder einen Candy Man. Denn Dancing Queen hin oder her, I Wanna Take a Ride On Your Disco Stick. Whatcha Say? Ja klar, äh nein, ich mein Jein! Whawhawhat did you say? Touch My Body, Because Love Don‘t Cost A Thing. Jenny from the Block wusste sich eben schon vor 20 Jahren zu verkaufen (zumindest bescheidener als der König von Deutschland, aber Malle ist nur einmal im Jahr) – Forever Young. Erguterjunge versucht heute noch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn wir kommen... Solche Drohungen sind out. Halten wir der Gesellschaft lieber einen Man in the Mirror vor Augen: Wir haben Grund zu feiern, denn hurra die Welt geht unter! Und wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag für Amore. Seinen Standpunkt klar zu machen, kann nie schaden. Sonst haben wir den Salat oder den nächsten Skandal im Sperrbezirk. Dagegen hilft eigentlich nur mehr ein Ghetto Gospel, wie Tetra Pak es uns einst vorgesungen hat. Von wegen Girls Just Wanna Have Fun. Die müssen sich mit Troubles herumschlagen und stecken irgendwie in der Krise zwischen I‘m not a girl, not yet a woman. Auf jeden Fall haben sie one less problem without you. Und im Endeffekt wussten sie von der ersten Sekunde an: I knew you were trouble, trouble, trouble (diese Strophe sollte als Refrain des Lebens in die Hitparade einziehen, damit wir uns das ein für alle mal hinter sie Ohren schreiben – neverending stooory: I‘m addicted to you. Don‘t you know that you‘re toxic?). Der Ernst des Lebens von den High School Musical-Bühnenstars lauert schon an der nächsten Straßenecke neben den Flashing Lights und den Chasing Cars – ist sozusagen nur eine Wonderwall entfernt. Jetzt geht‘s los: Up in the clouds, too high, can‘t come down. This is the rhythm of the NIGHT fever. Völlig losgelöst, don‘t stop me now! Ich will mit meiner Hymne einen Superhit in den Charts landen, doch hab‘ mich wohl im Ton vergriffen. Wo hab ich denn schon wieder den Magic Key liegen lassen?! Leider hat die Creme de la Creme abgesagt.
Remix:
Sag mal weinst du? Story of my life, searching for the right... Next!   


Valerie-Therese Taus

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